Entspannt 
gegen Stress

Eine Studie der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit der Solothurner Spitäler AG, kofinanziert von der Biäsch-Stiftung

Willkommen bei der Studie "Entspannt gegen Stress"

Worum geht es?

In unserer Studie „Entspannt gegen Stress“ erforschen wir Ansätze zur Verringerung von alltäglichem Stress. Dabei liegt unser Fokus darauf, zu ergründen, inwieweit verschiedene Entspannungstechniken zur Stressreduktion beitragen können. Ein weiterer Untersuchungsaspekt ist, welche Rolle Kolleg*innen oder Partner*innen in diesem Prozess spielen. 

Die Teilnahme beinhaltet:

Die Studie wird hauptsächlich im Alltag der Teilnehmenden durchgeführt. Während zunächst sieben und später 15 Tagen tragen die Teilnehmenden ein Armband, das den Blutdruck und den Herzrate als Indikatoren für Stress misst. Ausserdem füllen die Teilnehmenden täglich einen kurzen Fragebogen aus. Darüber hinaus kommen alle Teilnehmenden zwei Mal an die Universität in Zürich-Oerlikon. 

Was wir Ihnen bieten:

  • Sie lernen Ihr Stressempfinden im Alltag besser kennen und können Strategien testen, um sich im Alltag zu entspannen
  • Sie können für ca. 4 Wochen Ihren eigenen Blutdruck und Herzfrequenz beinahe stündlich verfolgen
  • Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Forschung zu Stress und Gesundheit im Alltag
  • Sie erhalten 100 CHF Aufwandsentschädigung (50 CHF pro Person) oder bis zu 8 Versuchspersonenstunden, falls Sie Psychologie im Bachelor an der Universität Zürich studieren.

Sie möchten mehr erfahren?

Mehr Informationen zur Studie finden Sie unter folgendem Link:

Warum eine Stress-Studie?

Stress – ein Begriff, der uns allen bekannt ist. Aber was ist Stress genau, und warum sollten wir uns darum kümmern? 

Was ist Stress?

Stress entsteht, wenn wir uns überfordert oder bedroht fühlen. Es ist eine natürliche Reaktion des Körpers, die uns in gefährlichen Situationen eigentlich helfen soll, rasch zu reagieren (1). Das Problem in unserer modernen Gesellschaft ist jedoch, dass viele von uns nicht nur gelegentlich, sondern ständig gestresst sind, was zu Erschöpfungszuständen
und negativen Konsequenzen für die Gesundheit führen kann. 

Wie viele sind betroffen?

Laut zahlreichen Studien ist ein Grossteil der Bevölkerung von Stress betroffen. Ob durch Arbeit, Familie oder andere tägliche Herausforderungen – viele Menschen fühlen sich regelmässig gestresst (2). Dabei nimmt vor allem das Stressniveau am Arbeitsplatz zu: 6 von 10 Arbeitnehmer*innen in den wichtigsten Volkswirtschaften der Welt leiden unter zunehmendem Stress am Arbeitsplatz (3), so auch in der Schweiz.

Beinahe drei von zehn Erwerbstätigen weisen einen Job-Stress-Index (Der Job-Stress-Index bildet das durchschnittliche Verhältnis von arbeitsbezogenen Belastungen und Bewältigungsmöglichkeiten der Erwerbstätigen in der Schweiz ab) im kritischen Bereich auf. Diese Erwerbstätigen berichten über deutlich mehr Belastungen als Ressourcen, mit denen sie diese  bewältigen können. So erleben sie beispielsweise mehr Zeitdruck oder auch mehr Konflikte am Arbeitsplatz und erhalten weniger Handlungsspielraum oder allgemeine Wertschätzung (4). 

Konsequenzen von Stress

Ein über einen längeren Zeitraum bestehendes Ungleichgewicht zwischen Belastungen und Ressourcen kann sich auf die Gesundheit auswirken. Ein Indikator dafür ist die emotionale Erschöpfung. Der Anteil der Erwerbstätigen in der Schweiz, die sich emotional erschöpft fühlen, übersteigt 2022 mit 30.3 % erstmals seit 2014 die 30 %-Marke. (4)

Chronischer Stress kann aber auch zu zahlreichen weiteren psychischen (z.B. Depressionen, Angststörungen, Suchtproblematiken, Essstörungen) und körperlichen Erkrankungen (z.B. kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes, Verdauungsprobleme, Abnahme der Immunabwehr) führen oder zur Entwicklung dieser beitragen (5).

Neben diesen körperlichen und psychischen Gesundheitsproblemen kann Stress auch zu Konflikten in der Familie, am Arbeitsplatz und in sozialen Beziehungen führen (6).

Warum ist es wichtig, etwas dagegen zu tun?

Wenn wir den Stress und seine Auswirkungen ignorieren, kann dies zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen und unsere Lebensqualität erheblich beeinträchtigen (7). Es ist daher von grösster Bedeutung, wirksame Strategien zur Stressbewältigung zu entwickeln.

Entspannungstechniken sind eine bewährte Methode, um Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern (8). Sie sind leicht zu erlernen, können häufig überall durchgeführt werden und bieten eine natürliche Lösung zur Stressreduktion. 

Quellen

(1) Kaluza, G. (2018). Stressbewältigung: Trainingsmanual zur psychologischen Gesundheitsförderung. Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-55638-2                                                                                                                

Brinkmann. (2014). Angewandte Gesundheitspsychologie(1st ed.). Pearson.
(2) http://www.gostress.com/stress-facts/
(3) https://www.weforum.org/agenda/2021/12/employees-stress-mental-health-workplace-environment 

(4)  https://gesundheitsfoerderung.ch/news/betriebliches-gesundheitsmanagement-bgm/job-stress-index-2022 

(5) Dougall, A. L., & Baum, A. (2012). Stress, health, and illness. In A. Baum, T. A. Revenson, & J. E. Singer (Eds.), Handbook of health psychology (2nd ed.). New York: Psychology Press.
(6) Elahi, N. S., Abid, G., Contreras, F., & Fernández, I. A. (2022). Work–family and family–work conflict and stress in times of COVID-19. Frontiers in Psychology, 13, 951149. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2022.951149                                                                                                                

(7) Ribeiro, Í. J. S., Pereira, R., Freire, I. V., De Oliveira, B. G., Casotti, C. A., & Boery, E. N. (2018). Stress and Quality of Life Among University Students: A Systematic Literature Review. Health Professions Education, 4(2), 70–77. https://doi.org/10.1016/j.hpe.2017.03.002                                                                                                                

(8) Bengel, J., & Mittag, O. (Eds.). (2020). Psychologie in der medizinischen Rehabilitation: Somatopsychologie und Verhaltensmedizin. Springer Berlin

(9) https://www.usz.ch/krankheit/stress/ 



Über uns

Die Forschungsgruppe für Angewandte Sozial- und Gesundheitspsychologie des Psychologischen Instituts der Universität Zürich führt unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Konstantin Schenkel und PD Dr. Lukas Zimmerli eine Studie zur Stressreduktion durch. Diese wird von der Solothurner Spitäler AG unterstützung und von der Biäsch-Stiftung kofinanziert.

FAQ

 

Bei Unklarheiten oder allgemeinen Fragen schauen Sie sich doch unser FAQ an: 

Kontakt

 

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